Das Burn-out Syndrom als Ergebnis ursprünglicher Begeisterung

Burn-out Syndrom ist ein Begriff, der aus dem Englischen abgeleitet ist und so viel wie „Ausgebrannt sein“ bedeutet. Es ist ein Zustand des emotionalen Erschöpftseins, der unbehandelt zu weiteren schweren Erkrankungen führen kann (wie zum Beispiel Depression oder Sucht).

Burn-out Syndrom kann jeden treffen

Das Burn-out Syndrom ist meist die Folge von beruflicher Überlastung und Stress, Letzterer wird nicht bewältigt. Früher kam das Burn-out Syndrom häufig in Pflegeberufen oder ganz allgemein in sozialen Berufen vor, heute leiden auch Politiker, Manager, Sportler oder aber auch Angehörige von Schwerkranken darunter. Das Burn-out Syndrom ist keine Krankheit, die sich eindeutig diagnostisch feststellen lässt, sondern vielmehr der Endzustand einer Entwicklung, die anfangs noch leicht fiel und sogar Begeisterung auslöste, dann aber von Desillusion durch Frustrationserlebnisse. Auf jeden Fall sollte sich der Betroffene einer angemessenen Therapieform unterziehen.

Feuer und Flamme sein führt oft zum Ausbrennen

Charakteristisch für Menschen, die irgendwann einmal unter an dem Burn-out Syndrom leiden, ist zunächst erst einmal ein völliges Engagement für eine Sache. Sie sind sozusagen Feuer und Flamme – und nur derjenige, der dieses völlige Begeistertsein einmal empfunden hat, kann auch ausbrennen. Dieser Mensch arbeitet rund um die Uhr, ohne Ruhepause, und fühlt sich häufig unersetzlich.

Das gibt dem später Betroffenen erst einmal ein starkes Selbstwertgefühl. Er nimmt in Kauf, keine Entspannungsphasen mehr zu haben und macht den Beruf oder die Sache zum Lebensinhalt. Oft vernachlässigt er sogar die eigene Familie und wird regelrecht hyperaktiv. Das alles geht dem Burn-out Syndrom voraus. Irgendwann kommt es dann zu Müdigkeit, Erschöpfung, Missbrauch von Alkohol etc., Schlafstörungen, Drehschwindel oder auch Depressionen, Angst- bzw. Panikstörungen.

Behandlung des Burn-out Syndroms mit Psychotherapie

Leidet erst einmal jemand unter dem Burn-out Syndrom, braucht er dringend psychologische Hilfe. Im Anfangsstadium helfen bei akutem Stress noch kurze Entspannungszeiten, die zu einer kurzfristigen Erholung führen. Jedoch später ist es damit nicht mehr getan. Der Betroffene muss einige Zeit aus dem Feld, das ihn belastet, abtauchen. Körper und Geist brauchen Ruhe und er sollte sich unbedingt Hilfe bei einem Psychologen suchen. Eine geeignete Psychotherapie, Coaching oder Ähnliches ist sinnvoll. Ganz wichtig ist es auch, das Burn-out Syndrom klar von der Depression zu unterscheiden und nicht sofort zu Antidepressiva zurückzugreifen.



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