Das operante Konditionieren nach Burrhus Frederic Skinner
Burrhus Frederic Skinner wurde bekannt durch den von ihm geprägten Begriff des operanten Konditionierens, ein Lernmodell, welches auf dem klassischen Konditionieren von Pawlow aufbaut und von Skinner erweitert wurde.
Wer war Burrhus Frederic Skinner?
Burrhus Frederic Skinner war ein US-amerikanischer Psychologe, der ein Vertreter des Behaviorismus in Amerika war. Er besuchte die Highschool in New York und beabsichtigte zunächst, Schriftsteller zu werden. Burrhus Frederic Skinner arbeitete zeitweise in einer Buchhandlung und wurde dort auf Schriften von Pawlow, einer heutigen Berühmtheit der Psychologie, aufmerksam. So wuchs sein Interesse an der Psychologie, zu deren Studium er sich schließlich entschied. Dort kam er auch erstmals mit dem verhaltenspsychologischen Ansatz in Berührung – er untersuchte das Verhalten von Tieren anhand einer von ihm entwickelten einfachen Apparatur.
Die Skinner Box nach Burrhus Frederic Skinner
Burrhus Frederic Skinner erfand die sogenannte Skinner-Box, ein Testkäfig, in den ein kleiner Hebel hineinragt. Jede Hebelbewegung des Tieres wird durch einen damit verbundenen Stift außen aufgezeichnet. Nun sollte das Tier nach Burrhus Frederic Skinner den Hebel immer nach bestimmten Reizen drücken. Durch Belohnung zunächst spontaner Reaktionen (Herunterdrücken des Hebels) auf den Reiz erfolgte eine Belohnung. Mit der Zeit lernte das Tier, den Hebel bei Reizen absichtlich zu betätigen – in der Hoffnung auf die Belohnung (zum Beispiel in Form von besonderem Futter). So entstand das operante Konditionieren aus dem klassischen Konditionieren, das nur aus Reiz und Reaktion besteht.
Burrhus Frederic Skinner als Initiator für moderne Dressur
Hundeschulen und auch das Abrichten und Dressieren von Pferden beruhen weitläufig auf dem operanten Konditionieren. Reiz und Reaktion, wie sie bei Pawlow vorkommen, werden bei Burrhus Frederic Skinner durch die Konsequenz ergänzt, am besten durch etwas Positives, wenn dieses Verhalten erlernt werden soll. Es darf aber ruhig auch eine negative Konsequenz erfolgen, zum Beispiel wenn Tiere ein bestimmtes Verhalten nicht mehr zeigen soll. Generell fällt das Thema Konditionieren auch in das breit gefächerte Gebiet Lernen.