Schwangerschaft muss bei endogener Psychose gut überlegt sein
Eine Schwangerschaft bei einer endogenen Psychose ist ein großes Risiko für Mutter und Kind. Daher muss jede Schwangerschaft bei so einem Krankheitsbild genau abgeklärt werden und die Behandlung gut geplant sein.
Schwangerschaft trotz Diagnose endogene Psychose
Theorien sind gut. Was passiert aber, wenn eine Frau trotz endogener Psychose plötzlich schwanger wird? Schwangerschaften bei endogenen Psychosen verlangen zunächst erst einmal den schweren Schritt der Entscheidung. Will die Mutter das Kind behalten, fühlt sie sich der Verantwortung gewachsen? Welche Hilfen hat sie? Oder möchte sie die Schwangerschaft aufgrund ihrer endogenen Psychose unterbrechen? Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das Patientinnen eine Schwangerschaft verbietet, sofern diese nicht entmündigt sind. Betroffene sollten sich vielleicht zunächst an Vertrauenspersonen wenden und sich Rat bei Ärzten und Psychologen holen, um die Situation möglichst objektiv beurteilen zu können.
Schwangerschaft bei endogener Psychose: Möglichkeiten
Entscheidet sich die Mutter für das Kind, hat sie vor allem mit Vorurteilen zu kämpfen. Viele halten es für wenig verantwortungsbewusst, bei einem solchen Krankheitsbild ein Kind zu bekommen. In der Tat ist eine Schwangerschaft bei einer endogenen Psychose ein Risiko, denn die Mutter muss die Neuroleptika oder Antidepressiva fortwährend einnehmen -und es gibt wenig Erfahrungen auf diesem Gebiet. Oft ist bei Schizophrenie eine Umstellung auf Haldol angezeigt, ein älteres Medikament, von dem man aber die meisten Erkenntnisse gesammelt hat. Haldol jedoch kann zu starken Gedächtnisstörungen führen und die Betroffenen stark einschränken. Oft ist bei einer Schwangerschaft beim Krankheitsbild “endogene Psychose” ein dauerhafter Klinikaufenthalt während dieser neun Monate angezeigt oder zumindest eine engmaschige Kontrolle.
Schwangerschaft bei endogener Psychose: und nach der Geburt?
Da sich die Hormone in der Schwangerschaft verändern, hat das auch Auswirkungen auf die Erkrankung. Gerade Patientinnen mit Schizophrenie reagieren sensibel auf jede Veränderung im Hormonhaushalt. Nach der Schwangerschaft muss bei endogenen Psychosen unbedingt wieder eine Umstellung auf das vorherige Medikament erfolgen und dieses muss den Hormonveränderungen Schritt für Schritt angepasst werden. Weiterhin sollte die Mutter vom Jugendamt und Psychologen betreut und beraten werden. Mehr Infos zum Thema gibt es außerdem hier.